Solln: Dominik Brunner schlug angeblich als Erster zu

Nach der Anklageerhebung beim Landgericht München kommen im Fall des totgeprügelten Dominik Brunner immer mehr Details zum Ablauf der Schlägerei ans Licht.

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet, dass die beiden mutmaßlichen Täter offenbar teils stark betrunken waren, als sie auf ihr Opfer einschlugen. Der 18-jährige Markus Sch. hatte vor der Tat eine halbe Flasche Wodka und fünf Flaschen Bier geleert, der 17-jährige Sebastian L. zwei Flaschen Bier. Die beiden hatten zusammen mit Christoph T. an der Münchner S-Bahn-Haltestelle Donnersbergerbrücke vier Jugendliche belästigt und Geld verlangt.

Der 50-Jährige wollte die Jugendlichen beschützen und schlug ihnen vor, mit ihm in München-Solln auszusteigen. Laut Zeugen soll Brunner an der Haltestelle dem Fahrer der S-Bahn zugerufen haben, dass es jetzt hier hinten Ärger gibt. Brunner, der mindestens ein Jahr in einer Boxschule trainierte, habe die Fäuste gehoben und sei auf beide Angreifer zugegangen.

Zeugen hätten beobachteten, wie er den ersten Fausthieb setzte und einen der beiden Täter ins Gesicht traf. Als Kampfwaffe habe Markus Sch. einen Schlüsselbund benutzt und Sebastian L. habe ein Feuerzeug in die Faust genommen. Die Beiden gingen auf Brunner los, traten und boxten ihn. Auch als er schon am Boden lag, nachdem er mit dem Kopf gegen ein Metallgeländer geschlagen war, liessen die Täter nicht von ihm ab.

Die Beiden ließen erst von ihm ab und flüchteten, als die Polizei eintraf. Wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen hat die Münchner Staatsanwaltschaft gegen Markus Sch. und Sebastian L. Anklage erhoben. Der Prozess wird nicht vor Ende April beginnen.

Sandra

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