Bruttoverdienst in Deutschland 2009 gesunken

Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik 1949 sind die durchschnittlichen Bruttolöhne aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr 2009 gesunken.

Wie das Statistische Bundesamt am gestrigen Mittwoch (03.03.2010) nach ersten Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen mitteilte, ging der Bruttoverdienst um rund 0,4 Prozent auf etwa 27.648 Euro zurück. Insbesondere seien am Rückgang der rechnerischen Pro-Kopf-Verdienste der Ausbau der Kurzarbeit sowie der Abbau von Überstunden die Ursachen. Ebenfalls zur Verringerung trug die neue Buchung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sozialbeitrag bei.

Seit dem 01. Januar 2009 ist jeder Bundesbürger verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Die Zuschüsse der Arbeitgeber zur privaten Krankenversicherung, die zuvor den Bruttolöhnen zugerechnet wurden, sind nun als Arbeitgebersozialbeitrag klassifiziert. Hätte es keine Neuklassifikation gegeben, wären die durchschnittlichen Bruttoverdienste lediglich um 0,2 Prozent gesunken.

Frank

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