Gedenkfreier für Opfer des Amoklaufs von Winnenden

Am gestrigen Donnerstag (11.03.2010) haben etwa 1.500 Menschen bei einer Trauerfeier den Opfern des Amoklaufs an der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden gedacht.

Am 11. März des vergangenen Jahres hatte der 17 Jahre alte Tim K. neun Schüler sowie drei Lehrerinnen der Schule erschossen.

Unter den Trauernden war auch Bundespräsident Horst Köhler, der die Gemeinschaft zu mehr Achtsamkeit und Empathie aufrief. „Wir können darauf achten, dass niemand abseits bleibt„, sagte der 67-Jährige Köhler. Weiterhin forderte Köhler einen „medienübergreifenden Presskodex im Geist der Prävention“, um nicht den Täter in den Mittelpunkt der Berichterstattung zu stellen. Im Verlauf der Gedenkfeier las Köhler die 15 Namen der Opfer vor und betonte, dass auch die Familie des Amokläufers ein Kind verloren habe.

Um den Verlust ihres Kinder zum Ausdruck zu bringen, trug die Mutter eines Opfers ein selbstkomponiertes Lied vor. Einige Schüler stellten ein Herz in den Mittelpunkt der Veranstaltung und legten Steinplatten mit den Namen der Opfer nieder. Diese Geste interpretierte die Rektorin der Realschule, Astrid Hahn, als ein Symbol für den steinigen Weg für die Betroffenen, aus denen in Zukunft Blüten erwachsen könnten.

Frank

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