Mädchen in Sachsenburg von vier Kampfhunden getötet

Am gestrigen Freitagabend (21.05.2010) wurde im thüringischen Sachsenburg ein drei Jahre altes Mädchen von vier Kampfhunden getötet.

Nach Angaben der örtlichen Polizei, wurde das Kind gegen 17.30 Uhr im Haus der Hundebesitzerin, zugleich die Tante des Mädchens, von den Hunden attackiert. Während des Angriffs hatte sich die 70 Jahre alte Urgroßmutter noch schützend dazwischen geworfen, konnte jedoch nicht verhindern, dass das Kind zu tode gebissen wurde. Die Urgroßmutter selbst erlitt dabei schwere Bissverletzungen und musste in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert werden, Lebensgefahr besteht jedoch nicht.

Die vier Kampfhunde wurden noch vor Ort mit Zustimmung der Besitzerin vom Amtstierarzt eingeschläfert. Gegen die 44 Jahre alte Hundebesitzerin, die ihre Tiere offenbar nicht den Behörden gemeldet hatte, wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Warum das Mädchen von den Hunden attackiert wurde, ist zur Stunde noch unklar. Wie die Polizei weiter mitteilte, waren die Tiere zuvor nie auffällig gewesen. Ein umgehend durchgeführter Schnelltest auf Tollwut war negativ.

Unterdessen wurden aus der Politik Forderungen nach Konsequenzen laut. Laut dem innenpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Fiedler, sei in Thüringen versäumt worden, festzulegen, welche Rassen wie zu halten seien. Auch SPD-Innenpolitiker Heiko Gentzel sagte, dass er sich dafür stark machen werde, dass eine Liste der gefährlichen Hunde erarbeitet wird. Für diese sollen dann besondere Regeln gelten. Thüringen und Niedersachsen sind die einzigen Bundesländer, in denen keine derartigen Rasselisten mit besonderen Auflagen für die Halter existieren.

Frank

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