Nach Brand in Magdeburg – Ermittlungen gegen Vater

Nach dem verheerenden Wohnungsbrand in Magdeburg, bei dem am gestrigen Mittwoch (05.08.2009) ein 20 Monate alter Junge ums Leben gekommen ist und zwei weitere Kinder lebensgefährlich verletzt worden sind (wir berichteten), hat die Magdeburger Staatsanwaltschaft den Familienvater ins Visier der Ermittlungen genommen.

Er war der Letzte, der die Wohnung verlassen hat„, erklärte Behördensprecher Uwe Hornburg. So erklärte die Staatsanwaltschaft, dass der Verdacht bestehe, dass der 37-Jährige zum einen seine Fürsorge- und Erziehungspflicht den Kindern gegenüber verletzt hat und sich zudem auch einer Körperverletzung sowie der fahrlässigen Tötung schuldig gemacht hat.

Die Mutter treffe nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen keine Schuld an dem Feuer. Die 34-Jährige ist vor dem Ausbrechen des Feuers in ein Krankenhaus gekommen. Da der Vater danach die Wohnung verlassen hat, waren die Kinder alleine.

Bei der Brandursache gehen die Ermittler davon aus, dass das 5-jährige Mädchen ein Bett mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt hat. Hornburg: „Wir neigen dazu, zu vermuten, dass jemand mit einem Feuerzeug gespielt hat.“ Ein technischer Defekt eines Geräts wird als Ursache inzwischen komplett ausgeschlossen.

Der Gesundheitszustand der beiden Kinder, die derzeit mit einer schweren Rauchgasvergiftung noch im Krankenhaus liegen, gab es am Donnerstag vorerst keine weiteren Angaben. Am Mittwoch wurde diese jedoch noch als lebensgefährlich beschrieben.

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