Bundespräsidentenwahl: Wulff im dritten Anlauf gewählt

Der nun ehemalige niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff ist am heutigen Mittwoch (30.06.2010) im dritten Wahlgang zum Bundespräsidenten gewählt worden.

Der vom Ministerpräsidentenamt zurückgetretene Wulff erhielt insgesamt 625 Stimmen und erreichte damit im dritten Wahlgang die erforderliche einfache Mehrheit. Wulff hatte in den ersten beiden Wahlgängen mit 600 und 615 Stimmen die absolute Mehrheit, die bei 623 Stimmen liegt, verpasst.

Joachim Gauck, Kandidat von SPD und Grünen, kam im dritten und entscheidenden Wahlgang auf 494 Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte er 499 bekommen und im zweiten Gang 490 Stimmen.

Insgesamt 121 Wahlmänner und Frauen enthielten sich ihrer Stimme im dritten Wahlgang, zwei Stimmen waren ungültig. Zwischenzeitlich verließen offenbar mehrere Wahlberechtigte die Bundesversammlung, denn von 1.244 Mitgliedern gaben im ersten Gang 1.242 ihre Stimme ab, im zweiten waren es 1.239 und im dritten wieder 1242. Die Bundesversammlung dauerte insgesamt 9 Stunden und 34 Minuten, so lang wie noch nie.

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