Loveparade 2010: Mindestens 15 Tote bei Massenpanik

Am heutigen Samstagnachmittag ist es bei der „Loveparade“ in Duisburg zu einer Massenpanik gekommen. Dabei seien mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen sind zum Teil schwer verletzt worden.

Laut Angaben der örtlichen Rettungskräfte mussten bei etwa einem Dutzend Schwerverletzten Reanimationsmaßnahmen durchgeführt werden.

Zum Unglück kam es gegen 17.30 Uhr in einem Tunnel beim Haupteingang. Dort hatten zahlreiche Menschen eine Absperrung übersprungen und in den Tunnel gedrängt. Viele der geschätzten 1,4 Millionen Besucher hatten zunächst nichts von dem tragischen Unglück mitbekommen.

Zur Stunde lassen die Veranstalter die Loveparade weiterlaufen, um eine weitere Panik zu verhindern. Zugleich hat man nun die Notausgänge zur benachbarten Autobahn geöffnet. Diese waren vor dem Start der Loveparade gesperrt worden. Zwischenzeitlich wurde auch der Duisburger Hauptbahnhof geschlossen, weil zu viele Menschen gleichzeitig auf die Bahnsteige stürmten.

Augenzeugen geben der Polizei die Schuld

Nach der Massenpanik wurden Anschuldigungen an die Polizei laut. Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe hatten zahlreiche Augenzeugen gesagt, dass die Leute reihenweise umgefallen seien, die Polizei die Menschen aber immer weiter von beiden Seiten in den Tunnel geschickt habe. unmittelbar vor dem Unglück hatte die Polizei den Eingang zum Gelände geschlossen.

Derweil geht die „Loveparade“ weiter

Trotz des tragischen Unglücks bei der „Loveparade“ in Duisburg geht die Veranstaltung weiter. Zur Stunde tanzen noch tausende Raver nach den Beats zahlreicher DJs. Nach dem Willen der örtlichen Sicherheitskräfte und auch der Veranstalter sollen die übrigen Besucher von der Massenpanik möglichst auch nichts mitbekommen, um eine weitere Panik zu vermeiden. Am Veranstaltungsgelände seien die Handynetze überlastet, so dass viele Teilnehmer keine Chance haben, von dem Unglück zu erfahren.

Amateurvideo des Unglücks bei YouTube aufgetaucht

Nur kurze Zeit nach dem Unglück bei der „Loveparade“ in Duisburg sind zahlreiche Videos vom Unglücksort im Internet aufgetaucht.

So war auf der Video-Plattform „YouTube“ bereits ein Video zu sehen, auf dem die Polizei die Besucher nicht aus dem Tunnel heraus lässt, während gleichzeitig Menschen, die die Veranstaltung verlassen wollten, in entgegen gesetzter Richtung in den Tunnel hinein geschickt wurden. Unterdessen sagten Augenzeugen dem WDR, dass Opfer „einfach umgefallen“ und „totgetrampelt“ worden seien.

Frank

4 Comments

  1. Dies ist eine echt Schlimme Tragödie.
    Mein Bruder war auch dort.
    Er ist zum Glück heile zu Hause Angekommen.
    Er ist auch an den Zahlreichen Toten Vorbei gelaufen und hat gesehen wie Leute Veruschten Sie wieder zubeleben.
    Er ist auch an ein Polizei Auto gegangen und hat an der Türe geklopft , der Polizist hielt es aber nicht für nötig die Türe zu öffnen und redete über funk weiter.
    Ich finde dies nicht Richtig man sollte doch was dagagen machen und nicht Leute ignorieren.
    Auf einer art kann man der Polizei die schuld schon geben die hätten einfach keine Leute mehr in den Tunnel laufen lassen Dürfen.
    Das ist doch wohl vorabzusehen gewesen das leute dadrinen Umkippen würden.

    Also ich finde man hätte was machen können !!!!

  2. Vorwürfe nutzen den Toten auch nichts mehr, wie schrecklich ist sowas……

    Wollten Spaß und nun leben sie nicht mehr oder sind verletzt!

    ….bin schockiert!

  3. Die hätten das abbrechen sollen wenn sowas ist, finde ich vom veranstalter unangebracht das er das einfach weiterlaufen läßt, sorry aber die sicherheit muss auch gegeben sein. Man sieht ja was passiert

  4. Ich bin fassungslos über das ganze geschehen.
    Wie konnte man es nur so weit kommen lassen denn, das Gelände war für so eine menge Menschen gar nicht ausgelegt und dennoch drang die Polizei die Menschen in die Tunnel. Ich finde es unverantwortlich.
    Mein tiefstes Beileid an die Betroffenen der Toten

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *