Loveparade 2010: Sauerland entschuldigt sich für Fehlinformationen

Weiterhin weist der Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland (CDU), jegliche Verantwortung für die verheerende Katastrophe bei der Loveparade von sich. Zugleich entschuldigt er sich bei den Familien der Opfer für die Fehlinformation, dass ihre Angehörigen bei der Flucht aus der Panik in den Tod gestürzt sind.

Sauerland habe diese Informationen nur weitergeleitet, die Ärzte dem Krisenstab übermittelt hätten. „Diese Aussage war definitiv falsch und ich entschuldige mich für diese Aussage bei allen, vor allen bei den Angehörigen der Opfer„, so der Bürgermeister in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Eine Mitschuld an der Katastrophe wies Sauerland weiter von sich: „Persönliche Verantwortung kann es nur geben, wenn es ungerechtfertigte Eingriffe in den Prozess gegeben hätte. Diese gab es aber nicht.“

Weiter teilte er mit, dass am Ende die gesamte Verwaltung dem Sicherheitskonzept der Loveparade zugestimmt habe. Nun gilt es zu klären, ob die Verwaltung Fehler gemacht habe, oder ob sie falsch informiert wurde.

Politisch trage er jedoch die Verantwortung, „nicht nur weil ich als einer von 75 Ratsherren dafür gestimmt habe, dass wir als Duisburger die Loveparade wollen.“ Zudem erklärte Sauerland, dass er nicht an seinem Stuhl klebe, aber aus „Pflichtbewusstsein“ nicht zurücktreten wolle und an der Aufklärung des Unglücks auf der Loveparade mithelfen wolle.

Foto: © neffs.de/Screenshot youtube.de

Frank

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *