Loveparade 2010: Eltern der Opfer planen Sammelklage

Nach der verheerenden Massenpanik auf der Loveparade 2010 in Duisburg haben Eltern eines verletzten 16 Jahre alten Mädchens eine Sammelklage geplant.

Jürgen Hagemann sagte der dts Nachrichtenagentur, dass man davon ausgehe, dass die Durchsetzung von Ansprüchen nur in Zusammenhang mit einer Sammelklage möglich sei. Aus diesem Grund werden die Betroffenen gebeten, sich diesem Verfahren anzuschließen. „Ich habe da keine großen Hoffnungen, was ein Schmerzensgeld angeht, aber wenn meine Tochter dann irgendwann einen kleinen Obolus bekommt, dann freue ich mich„, so Hagemann weiter.

Für die Betroffenen sei die Teilnahme vorerst risikolos. Die Kanzlei des ehemaligen Innenministers Gerhart Baum habe bereits zugesagt, das Verfahren durchzuführen. Auch müsse zunächst kein Geld vorgeschossen werden. Baum selbst hatte zu einer Sammelklage aufgerufen.

Hagemann teilte mit, dass noch nicht klar sei, ob Stadt, Veranstalter oder Polizei verklagt werden. Grundvoraussetzung für eine Sammelklage ist die Teilnahme von 15 bis 20 Klägern. Aktuell habe sich zwei Betroffene angeschlossen. Unterdessen hat Hagemann auf www.loveparade-sammelverfahren.de einen Aufruf gestartet und hofft auf weitere Teilnehmer.

Bei dem Unglück auf der Loveparade am 24. Juli verloren 21 Menschen ihr Leben und 500 weitere wurden verletzt.

Frank

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