Wladimir Klitschko vs. Mariusz Wach: die Fakten zum Kampf

Am Samstag, den 10. November 2012 ist es wieder einmal soweit. Wladimir Klitschko verteidigt seine WM-Titel im Boxen gegen den, bisher ungeschlagenen, Polen Mariusz Wach. In der Hamburger o2 World Arena will der 32-jährige Wach seinem früheren Idol die Titel der Verbände WBO, WBA und IBF abjagen.

Immerhin ist Mariusz Wach bislang in 27 Profikämpfen, bei 15 vorzeitigen Siegen, noch unbesiegt und wird der erste Gegner in der Karriere von Wladimir Klitschko sein, der ihn an Körpergröße überragt. Mit 2,02 m ist der Herausforderer immerhin 4 Zentimeter größer als der amtierende Weltmeister. Eine neue Art der Herausorderung für Klitschko, der in 58 Kämpfen insgesamt 51 Mal vorzeitig den Sieg davontragen konnte und natürlich über die weitaus größere Erfahrung verfügt.

Für Wladimir Klitschko ist der Kampf in Hamburg dennoch etwas Besonderes, denn er widmet diesen Fight seinem, am 25. Oktober verstorbenen, langjährigen Trainer Emanuel Steward. Schon einmal in der Geschichte trat er mit großer Trauer in den Ring. Beim Duell mit dem Briten David Haye verstarb sein Vater mitten in der Vorbereitung auf den Kampf. Schon damals gelang es ihm danach den Sieg einzufahren.

Allgemein wird allerdings ein einseitiger Kampf erwartet. Der Herausforderer belegt in der aktuellen WBC Rangliste lediglich den 23. Rang, darf sich aber seit seinem Sieg gegen Kevin McBride „International Champion“ nennen. Trotzdem ist bei Mariusz Wach eine gewisse Ehrfurcht vor dem Weltmeister zu erkennen. Anlässlich der ersten Pressekonferenz im August brachte Wach ein Bild mit, welches ihn gemeinsam mit Wladimir Klitschko zeigt.

Kann Wach für eine Überraschung sorgen?

Das Foto ist mittlerweile 8 Jahre alt und entstand in einem Boxclub in Hamburg-Wansbek nach einem Sparring. Zu dieser Zeit verehrte Wach seinen heutigen Widersacher, der bereits zu diesem Zeitpunkt Weltmeister war, Wach hingegen aber noch Amateur.

Allerdings ist Mariusz Wach, zur Zeit noch, mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet. Seine Marschrichtung für den Kampf ist klar. Er wird versuchen, Wladimir Klitschko nicht in dem Kampf kommen zu lassen und von Beginn an zu beschäftigen, um ihn dann auszuknocken. So sieht zumindest sein Plan aus, um der erste Titelträger aus Polen zu werden. Man darf aber davon ausgehen, dass der aktuelle Champion etwas dagegen hat und die Vorbereitung auf den Kampf gewohnt gewissenhaft abgeschlossen hat. Die dritte Titelverteidigung im Jahr 2012 ist bereits sein 22. WM-Kampf.

So ist wahrscheinlich zu erwarten, dass die Körpergröße des Polen die größte Herausforderung für Wladimir Klitschko wird. Dennoch möchte er in seiner Wahlheimat Hamburg frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen. Hamburg hat zudem eine besondere Bedeutung für die Klitschko-Brüder. Wladimir bestritt in der Hansestadt seinen ersten Profikampf und sorgte im vergangenen Jahr dafür, dass die Klitschko´s alle WM-Titel der einzelnen Verbände im Schwergewicht auf sich vereinen konnten.

Das Hamburger Fachpublikum darf sich dennoch auf einen interessanten Kampf freuen. Immerhin ist das Duell Klitschko gegen Wach deklariert als „Kampf der Giganten“. Wenn der Titel hält, was er verspricht, dann wird am Samstag in Hamburg Einiges zu erwarten sein.

Frank

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