Hoeneß hat Antrag auf Haftentlassung gestellt

Es ist ruhig geworden um den Ex-Bayern-Boss. Nun gibt es neue Nachrichten um den 63-Jährigen. Nach Angaben der Bild-Zeitung hat Uli Hoeneß einen Antrag auf Halbstrafe gestellt haben. Sollte dieser bewilligt werden, würde die Hälfte seiner Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt und der wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Ex-Boss des FC Bayern könnte schon im März kommenden Jahres freikommen.

Nach dem Strafgesetzbuch können Freiheitsstrafen nach zwei Dritteln der Haftzeit oder unter gewissen Bedingungen nach der Hälfte zur Bewährung ausgesetzt werden (Paragraf 57). Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass der Verurteilte zum ersten Mal eine Freiheitsstrafe absitzt und die Sozialprognose positiv ausfallen muss.

Bereits seit Anfang dieses Jahres ist der Ex-Bayern-Boss Freigänger und arbeitet in der Jugendabteilung des FC Bayern München. Allerdings muss Hoeneß an mindestens fünf Tagen der Woche nach wie vor im Gefängnis schlafen. Da ihm aber auch Urlaub zusteht, kann der 63-Jährige beinahe alle Wochenenden in seinem Haus am Tegernsee verbringen.

Im März 2014 war Uli Hoeneß vom Landgericht München wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Im Juni 2014 trat er in Landsberg am Lech die Haft an.

Mittlerweile hat der frühere Präsident des FC Bayern seine Steuerschulden komplett beglichen. Insgesamt rund 50 Millionen Euro, etwa 30 Millionen Euro nachbezahlte Steuern, rund 17 Millionen Euro Zinsen und drei Millionen Euro Kirchensteuern, hat Hoeneß ans Finanzamt Miesbach überwiesen.

Ilka Janssen

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