Noch keine Einigung zwischen Lufthansa und der Gewerkschaft Ufo

Der Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa wird immer wahrscheinlicher. Auch am Donnerstagnachmittag gab es in einer in letzter Minute angesetzten Verhandlung zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft Ufo keine Annäherung. Die Frist, die die Gewrkschaft der Lufthansa gesetzt hat, ihr Angebot zu den Übergangs- und Betriebsrenten von rund 19 000 Flugbegleitern noch nachzubessern, endet heute um 17.00 Uhr.

Bislang galten die Flugbegleiter eher zurückhaltend beziehungsweise sogar als überhaupt nicht streikfähig. Als die Gewerkschaft Ufo allerdings im September 2012 ihre Mitglieder an drei Tagen zu Streiks aufrief, fielen rund 1.000 von 1.800 geplanten Flügen aus. Damals wurde um Gehälter und die künftige Laufbahnstruktur gestritten.

Nach Aussage von Lufthansa, habe man Ufo angeboten, auf alle Forderungen einzugehen. Das sei jedoch abgelehnt worden. Da bereits eine Schlichtung in der Frage der Übergangs- und Altersversorgung gescheitert ist, kann Lufthansa Ufo zu diesem Thema nicht mehr zu einer Schlichtung zwingen. Um sich juristisch nicht angreifbar zu machen, konzentriert Ufo ihre Forderung auf dieses Thema.

Ob es gleich am morgigen Freitag zu Arbeitskämpfen kommt, ließ Ufo-Chef Nicoley Baublies zunächst offen. Es wurde jedoch vorab von der Gewerkschaft angedroht, dass die Streiks der Flugbegleiter vom 6. bis zum 13. November andauern würden. Der Arbeitskampf betrifft jedoch nur die Lufthansa-Mutter.

Ilka Janssen

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