Schweres Zugunglück in Bayern

Am Donnerstagabend gegen 22 Uhr hat bei Freihung in der Oberpfalz ein Regionalzug auf einem Bahnübergang einen Schwertransporter gerammt. LKW und Zug gingen in Flammen auf. Zunächst war auch von einer Explosion berichtet worden. Dieses konnte die Polizei jedoch nicht bestätigen.

Die Polizei spricht von mehreren Toten. Bisher wurden zwei Leichen geborgen. Mindestens vier weitere Personen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bei den Todesopfern soll es sich um den Lokführer sowie den Fahrer des Transporters handeln. Der Beifahrer sei bei dem Unglück nur leicht verletzt worden und soll noch am frühen Freitagmorgen zum Hergang befragt worden.

Der Transporter, eine rumänische Zugmaschine, hatte auf dem Tieflader ein US-amerikanisches Militärfahrzeug geladen. Vermutlich sei der Schwertransporter auf den Gleisen liegen geblieben und dann von dem Zug gerammt worden, hieß es vonseiten der Polizei. Der Lkw soll dann von dem Regionalzug mitgeschleift worden sein. Dabei wurde die Fahrerkabine mitgerissen.

Nach Angaben der Polizei raste der Regional-Express-Zug mit 100 Kilometer pro Stunde ungebremst auf den Lkw. Bei diesem Großeinsatz waren neben Polizeibeamten, Feuerwehr und Rettungskräften auch mehrere Rettungshubschrauber vor Ort. Der Bremsweg des Regionalzuges sei etwa ein Kilometer lang. Auf dieser Strecke sind auch die Trümmer verteilt. Die Aufräumarbeiten werden Stunden dauern.

Ilka Janssen

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