Warnung vor Android-Schädling

Derzeit ist eine neuer Smartphone-Trojaner im Umlauf, der sich etwa als WhatsApp oder Facebook tarnt und sich so Administratorenrechte auf Android-Geräten verschafft. Die Entfernung dieser Schadsoftware gilt als sehr schwierig. Betroffene müssen meist ihr komplettes Gerät austauschen.

Die Schadsoftware, die sich geschickt als offizielle App tarnt und versucht, auf das Gerät des Smartphone-Besitzers zu gelangen, wurde vom Virenschutzanbieter Lookout entdeckt. Rund 20.000 infizierte Apps, unter ihnen auch beliebte Anwendungen wie WhatsApp, Facebook, Snapchat, Twitter und Candy Crush, wurden von den Experten identifiziert. Betroffen sind bislang nur Apps, die nicht aus Googles Play Store stammen.

Die Schädlingssoftware ist auch deshalb so hinterlistig, weil die Betroffenen nichts von der Infektion bemerken. Der Trojaner versucht einen Rootzugriff auf dem Smartphone oder Tablet und damit unbeschränkten Zugriff auf das System zu erhalten.

Bisher wurden die manipulierten Apps nur genutzt, um unerwünschte Werbung einzublenden. Grundsätzlich können die infizierten Geräte allerdings komplett ferngesteuert und Passwörter gestohlen werden.

Der Smartphone-Trojaner nistet sich in dem Android-Betriebssystem ein und kann nicht gezielt gelöscht werden. Das Zurücksetzen des Gerätes auf Werkseinstellungen reicht nicht aus, um diesen Trojaner zu bekämpfen oder entfernen. Profis können den Chip, auf dem das Betriebssystem gespeichert ist, komplett neu beschreiben. Allerdings werden sich die Betroffenen in den meisten Fällen doch ein neues Smartphone kaufen müssen.

Ilka Janssen

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