Lufthansa klagt gegen Flugbegleiter-Streik

Die Lufthansa will den Ausstand ihrer Flugbegleiter per Gericht verbieten lassen und geht deshalb gerichtlich gegen den Streik der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO vor. Das Unternehmen hat dazu mit der Begründung, der Streikaufruf der Gewerkschaft Ufo sei zu unspezifisch, bei den beiden Arbeitsgerichten in Düsseldorf und Darmstadt einstweilige Verfügungen gegen den Ausstand beantragt.

Der Eingang des Antrags, über den nun entschieden werde, wurde von einer Gerichtssprecherin in Düsseldorf bestätigt. Noch sei allerdings nicht klar, ob dazu eine mündliche Verhandlung notwendig sei. Noch am heutigen Dienstagabend will jedoch das Gericht in Darmstadt über die Sache verhandeln und eine Entscheidung fällen. Derartige Klagen werden aufgrund des hohen wirtschaftlichen Schadens in der Regel sehr schnell entschieden.

Ein nachgebessertes Angebot und die Bitte nach einem Treffen zwischen Unternehmenschef Carsten Spohr und dem Vorsitzenden der verantwortlichen Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, hatte bislang noch keine Annäherung gebracht. Die Gewerkschaft hält an ihrem Vorhaben fest, den Streik bis einschließlich Freitag dieser Woche fortzusetzen.

Derzeit werden die Flughäfen in Frankfurt, München und Düsseldorf bestreikt. Das ist der längste Streik in der Lufthansa-Geschichte. Lufthansa-Chef Carsten Spohr bat indes die Passagiere der Fluggesellschaft um Entschuldigung für den andauernden Streik. Zudem habe man nach Angaben der Lufthansa-Vorstände das Angebot der Einmalzahlung beim Gehalt um 1.000 auf 3.000 Euro erhöht, um den seit vergangenen Freitag laufenden Ausstand so schnell wie möglich zu beenden.

Bereits seit zwei Jahren schon streiten Lufthansa und die Gewerkschaft Ufo um die die komplexen Regelungen zu den Betriebs- und Übergangsrenten für die 19.000 Stewards und Stewardessen.

Ilka Janssen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *