Silvio S. soll aus Berlin-Moabit nach Brandenburg verlegt werden

Der mutmaßliche Mörder von dem vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed und dem sechsjährigen Elias aus Potsdam sitzt nach wie vor in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit. Ursprünglich sollte Silvio S. bereits in der vergangenen Woche nach Brandenburg (Havel) überstellt werden.

Am gestrigen Montag berichtete Nils Delius, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam, dass für die Überstellung von Silvio S. noch ein Gerichtsbeschluss erforderlich sei. Zudem müsse auch der Transport des 32-Jährigen noch organisiert werden.

Ein solcher Gefangenentransport von Haftanstalt zu Haftanstalt ist eine hoch komplizierte Angelegenheit. In der Fachsprache der Justiz als „Verschubung“ bezeichnet, erfolgt ein solcher Transport nach einem von den Justizverwaltungen der Bundesländer ausgetüftelten Fahrplan.

Da der 32-jährige Silvio S. zudem als gefährdet gilt, weil weder ein Suizidversuch wie auch Übergriffe von Mithäftlingen ausgeschlossen werden können, ist schon einmal ein Sammeltransport ausgeschlossen.

Schon in der JVA Moabit mussten besondere Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden, da der mutmaßliche Mörder von Mohamed und Elias vor mehr als einer Woche von einem Gefangenen niedergeschlagen worden war. Und auch in der zukünftigen Haftanstalt von Silvio S. in Brandenburg bereitet man sich auf notwendige Maßnahmen vor.

Ilka Janssen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *