Altkanzler Helmut Schmidt ist tot

Am heutigen Dienstagnachmittag ist Altkanzler Helmut Schmidt in Hamburg verstorben, teilte sein behandelter Arzt, Heiner Greten, mit. Der Gesundheitszustand des 96-Jährigen hatte sich in den vergangenen Tagen rapide bergab verschlechtert. Seine Tochter Susanne war extra aus Großbritannien nach Hamburg angereist und hielt sich im Elternhaus auf.

Anfang September musste Helmut Schmidt in Hamburg wegen eines Blutgerinnsels am Bein operiert worden. Nach gut zwei Wochen verließ er das Krankenhaus auf eigenen Wunsch und kehrte in sein Haus in Hamburg-Langenhorn zurück, wo er von da an rund um die Uhr betreut wurde.

Der 96-Jährige galt als einer der wichtigsten Politiker der deutschen Nachkriegsgeschichte. Von 1967 bis 1969 führte er die SPD-Bundestagsfraktion in der Großen Koalition und war anschließend Verteidigungs- und Finanzminister. Als Nachfolger von Willy Brandt war er zudem von 1974 und bis 1982 Bundeskanzler. Seine Kanzlerschaft waren von der weltweiten Ölkrise in den 70er Jahren, dem Kampf gegen den Terrorismus der „Roten Armee-Fraktion“ und auch der Auseinandersetzung um den Nato-Doppelbeschluss geprägt.

Seit 1983 war Helmut Schmidt dann Mitherausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er selbst schrieb darüber hionaus auch zahlreiche Bücher und war für Vorträge viel auf Reisen. Auch im hohen Alter war seine Meinung immer noch sehr gefragt und geschätzt.

Ilka Janssen

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