Handel rechnet mit gutem Weihnachtsgeschäft

Aufgrund der starken Zuwanderung mit dem stärksten Wachstum seit zwei Jahrzehnten rechnen die deutschen Einzelhändler in diesem Jahr mit einer Umsatzsteigerung von 1,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Der Branchenverband HDE sagte an diesem Mittwoch in Berlin voraus, dass der Umsatz um 2,7 Prozent auf rund 471 Milliarden Euro steigen werde. Dieses begründete der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser damit, dass die Arbeitsmarktdaten gut seien, die Realeinkommen steigen würden und die Preissteigerungen moderat seien.

Laut einer Verbraucherumfrage wolle jeder Einwohner im Schnitt 460 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Damit würde, nach Aussage von Sanktjohanser, die Summe, die für Geschenke zu Heiligabend ausgegeben wird, das fünfte Jahr in Folge steigen. Der Aufwärtstrend soll sich auch 2016 noch weiter fortsetzen.

Besonders gefragt seien in diesem Jahr Geschenkgutscheine, Bücher, Schreibwaren und Kosmetik sowie auch Uhren, Schmuck, Juwelen, Gold und Silberwaren. Dabei würden immer mehr Deutsche ihre Geschenke im Internet bestellen. Der Online-Handel dürfte seine Einnahmen im kommenden Weihnachtsgeschäft um zwölf Prozent auf dann 11,2 Milliarden Euro steigern. Viele Einzelhändler würden dagegen unter erheblichem Druck stehen. Der Branchenverband HDE hat die Befürchtung, dass bis zum Jahr 2020 Tausende Geschäfte aufgeben müssen.

Ilka Janssen

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