Zugverkehr Hamburg-Westerland durch Brand gestoppt

Am Mittwochnachmittag ist laut Aussage der Bundespolizei im Maschinenraum einer nagelneuen Lokomotive ein Feuer ausgebrochen. Aus ungeklärter Ursache war der Turbolader in Brand geraten. 200 Fahrgäste aus einem Zug der Nord-Ostsee-Bahn in Richtung Westerland evakuiert werden. Für eine Stunde musste der Bahnverkehr auf der Strecke nach Sylt unterbrochen werden.

Der Lokführer hatte Qualm aus dem Motorraum bemerkt und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Aus dem Auspuff stieß dicker Rauch und immer wieder züngelten kleine Flammen heraus. Einer der insgesamt vier Dieselmotoren der nagelneuen Lokomotive ließ sich nicht mehr ausschalten.

Bevor Feuerwehrleute den Brandherd allerdings bekämpfen konnten, musste zunächst einmal die Oberleitung abgeschaltet und geerdet werden. Nach etwa einer Stunde waren die Flammen gelöscht. Menschen wurden bei dem Zwischenfall nicht verletzt. Zu Brandursache und Schadenshöhe ist bislang noch nichts bekannt.

Für die Nord-Ostsee-Bahn kam der Brand zu einem ungünstigen Zeitpunkt, wie Pressesprecher Kay Goetze mitteilte. Denn bei dieser Lok handelte es sich um eine von sieben Loks, die seit einigen Wochen im Testbetrieb laufen. In diesem Dezember sollten acht Fahrzeuge dieses Typs in Betrieb gehen. Bislang waren dem Unternehmen keine Probleme bekannt.

Ilka Janssen

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