Tote Flüchtlinge aus Kühllaster identifiziert

Im August schockierte der Tod von 71 Menschen in einem Kühllaster an der Autobahn in Österreich. Die Kinder, Frauen und Männer waren qualvoll in dem LKW erstickt.

Jetzt, mehr als zwei Monate nach dem grausamen Fund sind die meisten Opfer identifiziert. Nach Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland stehe somit auch die Tatortarbeit kurz vor dem Abschluss.

Die Toten aus dem Kühllaster im Alter von noch nicht einmal einem Jahr bis hin zu 56 Jahren stammen demnach aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Iran. Unter den Toten sei, nach Angaben von Christian Rosenich vom „Disaster Victim Identification“-Team, unter anderem eine Familie mit drei Kindern gewesen. Das „Disaster Victim Identification“-Teams hatte sich in den vergangenen Wochen mithilfe von Dokumenten, Handys, Kleidung oder Rucksäcken um die Identifizierung gekümmert.

Fünf mutmaßliche Mitglieder eines Schlepperrings befinden sich in Ungarn in Untersuchungshaft. Jetzt liegt es in der Verantwortung der ungarischen Justiz, den Angehörigen viele Fragen zu beantworten und diese Tragödie aufzuklären. Anfang November stimmte die oberste Staatsanwaltschaft in Ungarn einem Antrag der österreichischen Behörden auf Übernahme des Verfahrens zu. Denn laut Obduktionsbericht starben die Flüchtlinge bereits auf ungarischem Gebiet.

Ilka Janssen

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