132 Tote nach Anschlagserie in Paris

Am Freitagabend wurde Paris von einer Anschlagserie erschüttert. An insgesamt sechs Tatorten schossen die Attentäter etwa zu gleichen Zeit um sich oder zündeten Sprengkopfsätze. Mittlerweile sind 132 Todesopfer und mehr als 350 Verletzte, darunter viele lebensgefährlich, zu bedauern. Nicht nur Frankreich, die ganze Welt ist schockiert und trauert. In Frankreich wurden drei Tage Staatstrauer angeordnet.

Auch das Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Deutschland war von der Anschlagserie insofern betroffen, dass drei Selbstmordattentäter ab 21.20 Uhr nahe dem Fußballstadion Stade de France Detonationen ausgelöst hatten. Trotz dieser lauten Explosionen vor dem Stadion konnte eine Massenpanik verhindert werden, vor allem auch deshalb, weil das Spiel fortgesetzt wurde. So wie es momentan aussieht wollte mindestens einer der Attentäter in das Stadion, wurde aber, aus noch nicht geklärten Gründen, von einem Ordner aufgehalten.

Nach dem Abpfiff strömen Hunderte Zuschauer auf den Rasen, zum einen aus Angst und zum anderen wohl auch, weil einige Ausgänge versperrt wurden. Die deutsche Nationalmannschaft bleibt über Nacht in den Stadion-Katakomben. Am frühen Samstagmorgen wird das Team dann mit Polizeieskorte vom Stade de France aus direkt zum Flughafen gebracht. Die Mannschaft kehrte entgegen nicht mehr ins Hotel zurück.

Zudem wurden nicht weit vom Platz der Republik auf der Terrasse der Pizzeria „La Casa Nostra“ fünf Menschen, am Boulevard Voltaire auf der anderen Seite vom Platz der Republik ein Mensch, an der Ecke der Straßen Bichat und Alibert auf der Terrasse des Restaurants „Le Petit Cambodge“ insgesamt 14 Menschen und in der Rue de Charonne etwas weiter östlich 18 Menschen getötet.

Der größte Anschlag fand aber zeitgleich in der Konzerthalle Bataclan in der Innenstadt am Boulevard Voltaire statt. Hier gab die Rockband Eagles Of Death Metal vor fast ausverkauften 1.500 Plätzen ein Konzert. Mindestens vier schwer bewaffnete, unmaskierte Männer stürmen die Konzerthalle und eröffnen sofort das Feuer. Dabei haben sie immer wieder „Allah Akbar“ (Gott ist groß) gerufen. Es folgt eine fast dreistündige Geiselnahme.

Nach den Anschlägen in Paris haben Millionen von Menschen auf der ganzen Welt der Opfer gedacht und ihre Solidarität mit Frankreich bekundet. Viele Wahrzeichen wie das One World Trade Center in New York, der CN-Turm in Toronto, das Opernhaus in Sydney und auch das Brandenburger Tor in Berlin wurden in den französischen Nationalfarben erleuchtet.

Ilka Janssen

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