Neues zu den Anschlägen in Paris

Bei den Anschlägen am vergangenen Freitag in Paris sind auch sieben Attentäter ums Leben gekommen. Erst drei von ihnen sind bisher identifiziert worden. Neben dem ein 29-jährigen Franzosen, Omar Ismail Mostefai, sind nun auch die Leichen von zwei weiteren Angreifern anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden. Es handelt sich hierbei um zwei 20 und 31 Jahre alte Franzosen, die zuletzt in Belgien gelebt hätten. Der Bruder des 31-jährigen, der 26-jährige Franzose Salah Abdeslam, wird jetzt mit dem Fahndungsfoto gesucht.

Frankreich hat indes seine Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien, die seit September 2014 geflogen werden, massiv verstärkt. Besonders die Stadt Rakka, die als Hauptstadt des sogenannten Islamischen Staats gilt, wurde dabei ins Visier genommen. An diesen Luftangriffen waren zwölf Flugzeuge, darunter zehn Kampfjets, beteiligt. Das Verteidigungsministerium erklärte dazu, man hätte 20 Bomben abgeworfen und ein Ausbildungsgelände sowie ein Munitionslager getroffen. Dieses sei der größte Luftschlag gegen den IS seit der Ausweitung des Einsatzes auf Syrien im September gewesen.

Nach Aussage von Frankreichs Premierminister Manuel Valls von Syrien aus „organisiert“ und „geplant“.

Außenminister Laurent Fabius äußerte, sein Land habe das Recht, Maßnahmen gegen den IS in Syrien zu ergreifen. Frankreich müsse nach den Anschlägen „präsent und aktiv“ sein. Nach den grausamen Anschlägen von Paris hatte Präsident François Hollande von einem Akt des Krieges gesprochen und dabei zugleich Vergeltung gegen den IS angekündigt.

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben alle Bürger Europas dazu aufgerufen, am heutigen Montag um 12 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer von Paris zu gedenken. Das Weiße Haus ordnete darüber hinaus auch eine mehrtägige Trauerbeflaggung an US-amerikanischen Einrichtungen in aller Welt an.

Von den bisher 132 Todesopfern sind immer noch nicht alle identifiziert. Unter den Toten ist mindestens auch ein Deutscher, Bei dem Opfer handelt es sich um einen 28-Jährigen aus Bayern. Beim Angriff der Terroristen starb zudem auch ein Crew-Mitglied der Rockband Eagles of Death Metal, die ein Konzert im Bataclan in Paris gegeben hatte, einem der Orte der direkten Anschläge.

Ilka Janssen

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