Länderspiel gegen Niederlande findet statt

Am Sonntag hat sich die Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dazu entschlossen, das für Dienstag angesetzte Länderspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande als Chance nach den Anschlägen von Paris mit mehr als 130 Toten für ein Zeichen gegen den Terror zu nutzen. DFB-Interimschef Rainer Koch erklärte, dass Verband und Team Solidarität mit den Franzosen betont hätten. Man habe „nous sommes unis, wir sind vereint“ erklärt und das müsse man am Dienstagabend auch demonstrieren.

Die Bundeskanzlerin und zahlreiche Minister haben bereits ihr Kommen nach Hannover zum Länderspiel zugesagt. In diesem letzten Länderspiel des Jahres werden allerdings sechs Spieler fehlen. Schweinsteiger und Lukas Podolski haben von Bundestrainer Löw nach den Ereignissen vom vergangenen Freitag frei bekommen. Die DFB-Elf hatte am besagten Freitagabend im Stade de France in Paris gegen den Gastgeber der EM 2016 gespielt. Ebenfalls frei hat Vizekapitän Manuel Neuer, während Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng und der der Kölner Jonas Hector verletzungsbedingt fehlen werden. Wie vorab schon besprochen wird Neuling Leroy Sané stattdessen beim EM-Qualifikationsspiel der U 21 gegen Österreich am Dienstag in Fürth antreten.

Trotz der Trauer will auch die französische Nationalmannschaft am Dienstag um 21 Uhr im Londoner Wembley-Stadion gegen England wie geplant antreten. Nationalspieler Lassana Diarra, der um seine Cousine trauert, die bei den Anschlägen in Paris ums Leben gekommen ist, sagte: „In Zeiten des Terrors müssen alle, die ihr Land und dessen Vielfältigkeit repräsentieren, zusammenstehen gegen den Horror, der keine Farbe und keine Religion hat“. Zudem werden die englischen Fans in sozialen Netzwerken dazu aufgerufen, im Wembley-Stadion die französische Nationalhymne zu singen.

Ilka Janssen

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