Zahl der Stromsperren auf höchstem Stand

In ihrem neuen Monitoring-Bericht „Energie“ berichten die Bundesnetzagentur (BNetzA) und das Bundeskartellamt, dass die Zahl der Stromsperren im Jahr 2014 auf den Höchstwert von fast 352.000 Fällen gestiegen sei. Als Hauptgrund werden die steigenden Preise genannt. Denn seit dem Jahr 2002 haben sich die Kosten für die Verbraucher beinahe verdoppelt. Zum einen ist der Anstieg der Umlage für erneuerbare Energien und zum anderen Nichtweitergabe sinkender Kosten der großen Stromversorger an die Verbraucher daran schuld.

Vor allem die Privathaushalte sind die Leidtragenden. Denn deren Stromkosten liegen rund 45 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 20,52 Cent pro Kilowattstunde. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei mehreren Preisvergleichsportalen haben für das kommende Jahr bereits mehrere Versorger weitere Erhöhungen angekündigt. Diese betragen im Durchschnitt gut drei Prozent. Das wären für einen Vierpersonenhaushalt zusätzliche Kosten von rund 40 Euro pro Jahr.

Bis spätestens zum 20. November müssen Stromkonzern ihren Kunden geplante Preisänderungen für 2016 mitteilen. Die unbeliebten Erhöhungsankündigungen werden erfahrungsgemäß meist erst kurz vorher verschickt.

Auch bei der Gasversorgung sind die Fälle, in denen den Kunden aufgrund aufgelaufener Schulden das Gas abgestellt werden musste, in den Vorjahren ebenfalls kontinuierlich angestiegen.

Ilka Janssen

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