Feuer im Hamburger Bunker aufgeklärt

Im August diesen Jahres waren im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort mehr als 70 Tonnen ätherische Öle in Brand geraten. Dabei wurden 45 Menschen, darunter auch 15 Feuerwehrleute, bei einer Explosion noch während der Löscharbeiten verletzt. Die Feuerwehrmänner wurden dabei teilweise von der Druckwelle erfasst und mehrere Meter durch die Luft geschleudert.

Die Druckwelle konnte nur durch die beiden Türen entweichen, weil der etwa 25 Meter hohe Bunker mit seinen dicken Wänden keine Fenster hat. Am gegenüberliegenden Gebäude waren bei der Explosion Scheiben zu Bruch gegangen, Fahrräder durch die Luft geschleudert und sogar auch Autos zur Seite geschoben worden.

Die umliegenden Wohnhäuser mussten evakuiert werden. Mittlerweile sind die Wohnhäuser alle saniert. Es dauerte allerdings lange, bis auch die letzten Anwohner zurück durften. Die am schwersten beschädigten 14 Wohnungen wurden erst in der vorletzten Woche wieder freigegeben.

Ein Sprecher der Polizei erklärte an diesem Montag, dass das Feuer aufgrund von unsachgemäßen Reinigungsarbeiten in einem Lager für ätherische Öle ausgebrochen sei. Drei Lagerarbeiter im Alter von 27, 28 und 46 Jahren hätten kurz vor dem Feuer ausgelaufene Öle im Hochbunker aufgewischt, berichtete der Polizeisprecher weiter. Weil sie aber die verwendeten Putzlappen nicht entsorgt hatten, hätten sich Gase aus den ölgetränkten Stoffstücken selbst entzündet und somit den Brand ausgelöst. Das gehe aus einem Gutachten hervor, welches von Brandermittler jetzt vorgelegt wurde.

Die ätherischen Öle, die in dem Bunker lagerten und sich entzündeten, werden für Duftlampen, Raumerfrischer oder Saunaaufgüsse, aber auch als technische Lösungsmittel etwa um Holzmöbel oder Dielen zu behandeln, genutzt.

Nun ermittelt die Polizwei wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen die drei Arbeiter der Firma, die mit den Reinigungsarbeiten in dem Bunker beschäftigt waren. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch nicht bekannt.

Ilka Janssen

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