Beschluss der ARD: Xavier Naidoo fährt zum ESC

Die ARD hat beschlossen, Xavier Naidoo – ohne Vorentscheid – als deutschen Teilnehmer zum kommenden Eurovision Song Contest (ESC) zu schicken. Das sorgt für große Aufregung.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber lobte den Sänger als einen „Ausnahmekünstler“, der seit zwanzig Jahren seinen Platz im deutschen Musikleben habe. Aus diesem Grund sei Naidoo auch „direkt nominiert“ worden. Die Zuschauer dürfen lediglich noch bei der Show „Unser Song für Xavier“ am 18. Februar über den Song abstimmen, mit dem der Künstler ins Rennen gehen soll.

Die ARD ändert mit diesem Vorgehen ihr Konzept. Bisher gab es immereinen Wettbewerb, aus dem der deutsche Eurovision Song Contest-Kandidat hervorging. Beim letzten Mal hatte Sieger Andreas Kümmert die Wahl nicht angenommen, so dass die Zweitplatzierte Ann-Sophie letztlich, allerdings nicht sehr erfolgreich, in Österreich antrat.

Die Entscheidung der ARD ruft jedoch viel Unverständnis hervor. Dabei stört die meisten Deutschen nicht nur, dass sie nicht mitwählen durften. Auch die Entscheidung für Naidoo erscheint vielen fragwürdig. Trotz der vielen Kritik hält ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber jedoch an seiner Entscheidung und erklärt, dass Xavier Naidoo polarisiert, wusste man.

Naidoo selbst äußerte, er verspreche, so schön und so gut zu singen wie noch nie in seinem Leben. Er wolle in den drei Minuten auf der Bühne zeigen, dass wir auch in Deutschland Musik mit Leidenschaft machen. Und zeigen, wofür er stehe – für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander.

Ilka Janssen

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