Neue Streiks bei der Lufthansa

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat nach eigenen Angaben ihre Mitglieder für Donnerstag und Freitag wieder zum Streik aufgerufen. Den erneuten Aufruf zu Arbeitsniederlegungen begründete Ufo damit, dass von der Lufthansa noch kein verbessertes Angebot zur Alters- und Übergangsversorgung für die rund 19 000 Flugbegleiter eingegangen sei.

Nach Aussage von dem Ufo-Vorsitzenden Nicoley Baublies werde der genaue Umfang des Streiks spätestens am Dienstag bekanntgegeben. Es sei zudem auch noch nicht entschieden, ob auf der Kurz-, Mittel- oder Langstrecke gestreikt werde. Zugleich betonte er, dass er hoffe, dass man nicht auch noch im Dezember die Arbeit niederlegen müsse, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Indes reagierte Lufthansa bestürzt auf die neuerliche Streikankündigung. In einer Mitteilung erklärte Personalvorstand Bettina Volkens dazu: „Wir sind sehr enttäuscht, dass es seitens der Gewerkschaft offenbar keine Bereitschaft zum Dialog gibt, obwohl allen klar ist, dass wir nur in Gesprächen zu einer Lösung finden können“.

In der vergangenen Woche hatte sich das Unternehmen mit den drei Gewerkschaften Verdi, Ufo und Vereinigung Cockpit (VC) zu einem Jobgipfel getroffen. Jedoch konnte sich Lufthansa weder mit der VC noch mit der Ufo ein Einvernehmen über die zu besprechenden Themen erzielen.

In dem seit zwei Jahren schwelenden Tarifkonflikt zwischen dem Unternehmen und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo geht es neben anderen Punkten in erster Linie um die Betriebsfrührente für die 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.

Erst am 13. November hatte Ufo einen einwöchigen Streik beendet, bei dem rund 4.700 Flüge ausgefallen waren. Von dieser Arbeitsniederlegung waren etwa 550,000 Passagiere betroffen. Dieser Streik hatte Lufthansa einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet.

Ilka Janssen

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