Nein für Olympia in Hamburg

Die Bürger der Hansestadt haben sich in ihrem Referendum nach einem Kopf-an-Kopf-Entscheid gegen Olympische und Paralympische Spiele 2024 entschieden. Nach Angaben des Statistikamt Nord stimmten 51,6 Prozent mit Nein und 48,4 Prozent mit Ja. 50,1 Prozent der Wahlberechtigten hatten sich an der Abstimmung beteiligt.

Für Hamburgs Ersten Bürgermeister Scholz ist das Votum ein Tiefschlag. Zumal er die Olympia-Bewerbung als wichtigstes Projekt der Legislaturperiode ausgegeben hatte. Der SPD-Politiker zeigte sich enttäuscht von dieser Entscheidung und meinte: „Das ist eine Entscheidung, die wir uns nicht gewünscht haben. Sie ist aber klar“.

Auch Alfons Hörmann, der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds, war sichtlich enttäuscht und erklärte: „Für die kommenden Generation habe Olympia in Deutschland nun keine Perspektive mehr. Deutschland und der olympische Gedanke passen derzeit offenbar nicht mehr zusammen.“

Was letztlich für das Nein der Hanseaten ausschlaggebend war, ist unklar. Noch im September hatten sich an der Elbe 64 Prozent für die Spiele ausgesprochen. Vielleicht waren es die vielen schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen wie etwa die Ukraine-Krise, der Fifa-Skandal, die große Flüchtlingswelle, der andauernde DFB-Skandal sowie die furchtbaren Terroranschläge. Größte Bedenken hatten in Hamburg zuletzt auch wegen der ungeklärten Finanzierung geherrscht.

Die Kieler stimmten hingegen mit großer Mehrheit (65,57 Prozent) für Segel-Wettbewerbe auf der Förde.

Ilka Janssen

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