Umfrage: Deutsche spenden und geben weniger Geld für Geschenke aus

Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) geben die Bundesbürger 274 Euro, das sind 11 Euro weniger als im Vorjahr, für Präsente aus.

Der Handel kann somit insgesamt auf Umsätze von 14,3 Milliarden Euro mit Weihnachtsgeschenken hoffen. Das ist ein Minus zum Vorjahr von fünf Prozent. Das Weihnachtsgeschäft umfasst die Umsätze in den Monaten November und Dezember und ist für den Einzelhandel enorm wichtig.

Nach wie vor gehören Bücher, Spielwaren und Kleidung zu den beliebtesten Geschenken der Deutschen. Ein weiterer Trend in diesem Jahr bei den Weihnachtsgeschenken sind Geldgeschenke, um mit einem möglich gekauften Geschenk nicht daneben zu liegen.

Weiter berichtet die GfK, dass zugleich aber auch die Spendenbereitschaft um 14 Prozentgestiegen sei. Als im September das Flüchtlingsthema die Schlagzeilen besonders stark prägte, habe es sogar ein zwischenzeitiges Plus von 40 Prozent gegeben, so GfK-Studienleiter Wolfgang Adlwarth. Das Erdbeben in Nepal mit mehreren Tausend Toten im April und Mai hatte das Ergebnis nach Angaben der GfK ebenfalls beeinflusst.

Dabei hat sich dann auch gezeigt, dass die Altersgruppe der etwa 30-Jährigen zwar 24 Euro weniger für Weihnachtsgeschenke ausgeben, dafür jedoch pro Kopf 63 Euro mehr für Hilfsorganisationen für Flüchtlinge spenden.

Die GfK veröffentlichte zugleich auch ihre Konsumklimastudie, aus der hervorgeht, dass mit der Vorweihnachtszeit auch die Konsumfreude der Verbraucher zunimmt, allerdings zugleich auch die Konjunktursorgen der Deutschen wachsen. Die Verbraucher erwarten nach Angaben der GfK wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms steigende Arbeitslosenzahlen und blicken deshalb auch skeptischer auf die Konjunktur.

Ilka Janssen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *