Zahl der ankommenden Flüchtlinge stark gesunken

In den vergangenen Tagen ist der Flüchtlingsstrom nach Deutschland abgeebbt. Die Gründe dafür sind zum einen der Wintereinbruch und das damit verbundene schlechte Wetter sowie aber auch die Errichtung neuer Grenzzäune auf dem Balkan.

In den letzten Wochen sind pro Tag mehr als 7.000 Migranten eingereist. Am Sonntag waren es bundesweit dagegen 3.136 Einreisen und am Samstag nur 2.650, so ein Sprecher der Bundespolizei. Von diesen 5.786 Flüchtlingen sind 4.208 in Bayern angekommen.

Sehr starker Wind in der Ägäis wird als eine mögliche Ursache für den Rückgang vermutet. Viele Menschen machen sich dort mit dem Boot vom türkischen Festland aus auf den Weg in Richtung griechische Inseln, um danach die Balkanroute in Richtung Westeuropa zu nutzen.

Aber auch Barrieren für Flüchtlinge entlang der Balkanroute könnte ein Grund für die abnehmende Zahl an Flüchtlingen sein. Slowenien lässt seit rund zwei Wochen nur noch Menschen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan passieren. Kroatien und Mazedonien wenden ähnliche Regelungen an. Zudem haben Polizisten damit begonnen, an der Grenze einen Zaun zu errichten. Auch die Türkei hat sich verpflichtet, den Transit von Flüchtlingen in Richtung Europa einzudämmen.

Im Monat November stellte die Bundespolizei insgesamt ca. 216.000 eingereiste Menschen fest. Die Zahlen beruhen dabei auf Kontrollen in Grenznähe. Einige der Migranten befinden sich jedoch lediglich auf der Durchreise, um etwa nach Skandinavien zu gelangen. Wie sich die Zahlen der ankommenden Flüchtlinge weiter entwickelten, lasse sich noch nicht sagen. Die Prognose des Bundes von 800.000 Flüchtlingen für das Gesamtjahr ist aber bereits deutlich überschritten.

Ilka Janssen

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