San Bernhardino: Terroristischer Anschlag möglich

Die beiden erschossenen Attentäter von San Bernardino hatten offenbar weitere Anschläge geplant. In der Garage von dem 28-jährigen Syed Farook und seiner 27 Jahre alten Frau Tashfeen Malik fand man 12 Rohrbomben und Munition für 5.000 Schuss sowie weiteres Material zum Bombenbau.

Zugleich verdichten sich auch die Hinweise auf einen Terrorakt. Aufgrund des gewaltigen Waffenarsenals, das man in der Garage der beiden gefunden habe, vermuten US-Ermittlern, dass noch mehr Anschläge geplant waren. Darüber hinaus geht das FBI mittlerweile davon aus, dass Farook und Malik ihre Tat geplant hatten und nicht, wie anfänglich vermutet, im Affekt gehandelt hatten.

Zunächst war als Auslöser für die Bluttat ein Streit Farooks mit seinen Kollegen der örtlichen Gesundheitsbehörde auf einer Feier vermutet worden. Diese fand in einem angemieteten Raum in der Sozialeinrichtung statt. Farook habe die Feier wütend verlassen und sei dann schwerbewaffnet mit seiner Frau zurückgekehrt.

Nach dem Fund weiterer Waffen und Munition wird inzwischen angenommen, dass die Tat geplant war. Das Paar hatte 65 bis 75 Schüsse auf die Anwesenden abgegeben. Bei einem zurückgelassenen Sprengsatz versagte der Mechanismus zur Fernzündung. Die Behörden schlossen deshalb weder einen terroristischen Hintergrund wie aber auch einen Streit am Arbeitsplatz aus. Unter Berufung auf Ermittlerkreise hieß es, dass Farook telefonisch und über soziale Onlinenetzwerke mit Terrorverdächtigen in Kontakt gestanden habe.

Syed Farook und seine Fraue Tashfeen Malik hatten eine gemeinsame sechs Monate alte Tochter. Diese sollen die beiden vor der Bluttat bei Farooks Mutter abgegeben und einen Arzttermin vorgeschoben haben.

Zugleich erhöhte die Polizei die Angaben zur Anzahl der Verletzten von 17 auf 21. Nach Angaben des Kranknekauses schwebten mindestens zwei von ihnen momentan noch in Lebensgefahr. Auch ein zweiter Polizist sei verletzt worden. Beide Polizisten seien aber schon auf dem Weg der Besserung.

Ilka Janssen

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