Schwerer Sturz überschattet Skiflug-WM

Beim Auftakt zur Skiflug-WM am Kulm ist der Österreicher Lukas Müller am Mittwoch schwer gestürzt. Dabei erlitt der 23-Jährige aus Kärnten eine schwere Rückenverletzung und musste mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Graz geflogen werden. Dort wurde er an der Wirbelsäule notoperiert.

Müller musste beim sogenannten Einfliegen der Schanze seinen Versuch vorzeitig abbrechen und kam dabei zu Fall. Kurz vor der Landung hatte der 23-Jährige in der Luft die Balance verloren. Er war bei etwa 120 Metern auf den Hang geknallt.

Müller war für kurze Zeit bewusstlos war. Da er zudem nach dem Sturz seine Beine nicht mehr richtig gespürt hatte, wurde er mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Aufgrund schlechter Sicht musste dieser jedoch nach wenigen Kilometern wieder landen. Müller wurde daraufhin mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Graz gebracht.

Dort wurde der 23-Jährige sofort an der verletzten Wirbelsäule notoperiert.In einer Pressekonferenz erklärte Notarzt Ulf Karner, es sei doch eine sehr schwere Wirbelsäulenverletzung mit noch nicht vorhersehbaren Folgen. „Der Schock sitzt tief“, sagte Österreichs Cheftrainer Heinz Kuttin. „Da ist es schwierig, den Fokus auf den Sport zu richten.“

Nach Angaben von Österreichs Skisprung-Nachwuchsreferent Harald Haim, hatte sich der linke Ski gelöst. Es gebe auch Fotos, auf denen dieses zu sehen sei. Das hat den Sturz zur Folge gehabt. Allerdings könne man momentan nur mutmaßen, warum das passiert sei. Es sei schlimm genug, dass es passiert sei. Man würde Lukas nur wünschen, dass alles wieder gut wird.

2010 war Lukas Müller als 17-Jähriger schon einmal am Kulm schwer gestürzt. Damals hatte es für den Österreichischen Ski-Verband (ÖSV) heftige Kritik gehagelt, weil ein erst 17-Jähriger zum Skifliegen durfte.

Ilka Janssen

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