Stevens gibt Trainerjob auf

Huub Stevens hat am Mittwoch überraschend seinen Job als Trainer der TSG Hoffenheim aufgegeben. Mitten im Abstiegskampf und zwei Tage vor dem Spiel gegen Werder Bremen muss sich der Verein nun nach einem neuen Trainer umsehen. Vorerst übernehmen die Co-Trainer Reutershahn und Schreuder die Mannschaft.

Als Grund für seinen überraschenden Rücktritt als Trainer nannte Stevens gesundheitliche Probleme. Er leide unter „akuten Herzrhythmusstörungen“ gab der 62-jährige Niederländer an. „Es tut mir sehr leid, dass ich die Mannschaft und den Klub in dieser schweren und herausfordernden Situation verlassen muss, aber ich denke jeder hat Verständnis dafür, dass meine Gesundheit oberste Priorität genießt.“

„Der Job ist zu gefährlich für mich. Vor einigen Wochen wurden Herzrhythmus-Störungen bei mir konstatiert. Bei einer Untersuchung am Montag in der Heidelberger Uni-Klinik wurde das bestätigt. Um weiter auf dem Platz zu stehen und zu reagieren, da glaube ich, dass das Risiko zu groß ist. Es kann sein, dass ich in Kürze operiert werden muss“, so Stevens weiter. Auf die Frage, ob er damit auch seine Karriere beende, antwortete der 62-Jährige mit Tränen in den Augen: „Ja, das denke ich schon. Der Knurrer ist nicht mehr, schade.“

Hoffenheims Manager Alexander Rosen erklärte zum plötzlichen Rücktritt Stevens, dass dessen Entscheidung „absolut nachvollziehbar, aber dennoch überraschend sei.“ Der Abschied von der Mannschaft sei sehr emotional gewesen.“Die Jungs waren sehr betrübt. Einige hatten einen Kloß im Hals und Wasser in den Augen“, so Rosen weiter.

Der 62-jährige Niederländer hatte zuvor Stuttgart zweimal vor dem Abstieg gerettet. Seit Oktober 2015 sollte der beliebte Trainer dieses auch in Hoffenheim schaffen. Allerdings hatte Stevens kaum Erfolg Unter seiner Trainerschaft schaffte die Mannschaft in zehn Spielen lediglich einen Sieg und nur sechs Tore.

Ilka Janssen

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