Milchpreis sinkt auf Rekordtief – Bauern unter Druck

Aktuell liegt der Preis, den die Bauern für einen Liter Frischmilch von den Molkereien erhalten, nach Angaben der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf Vertreter mehrerer Molkereien, zum ersten Mal unter 20 Cent. Damit ist der ohnehin niedrige Milchpreis ist innerhalb weniger Wochen um weitere 30 Prozent gesunken.

Somit produzieren die Bauern mit großen Verlusten. Die Bundesregierung will ihnen jetzt mit einem mindestens zweistelligen Millionenbetrag helfen. Genaue Details sollen am Ende diesen Monats auf einem Milchgipfel besprochen werden, an dem Politiker, Molkereien, Bauernvertreter und Einzelhändler auf Einladung von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) teilnehmen. Dabei sollen sofortige Hilfszahlungen von 60 bis gut 100 Millionen Euro im Gespräch sein. Diese sollen als Direkthilfen an die Milchbauern fließen, könnten aber an Kriterien gebunden sein, wie die Modernität der Ställe hinsichtlich des Tierwohls.

„Eine Rückkehr zur Milchquote wird es mit mir nicht geben“, sagte Schmidt. Stattdessen legte er den Landwirten nahe, das Segment zu wechseln: „Ein Ansatz ist auch der Ökolandbau, der beispielsweise weniger vom Preiskampf betroffen ist.“

In Deutschland wie auch in ganz Europa wird mehr Milch produziert als nachgefragt. Dieses drückt die Preise auf ein Niveau, das viele Produzenten als ruinös bezeichnen. Gründe für den Verfall sind das Ende der Milchquote in der EU vor gut einem Jahr, das Embargo Russlands und eine schwächere Nachfrage aus China.

Ilka Janssen

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