BKA warnt vor Terrorgefahr bei EM in Frankreich

Bereits vor einigen Tagen schon hatte die EU-Polizeibehörde Europol vor terroristischen Anschlägen im Umfeld der Fußball-Europameisterschaft EM in Frankreich gewarnt. Nun warnt auch das Bundeskriminalamt (BKA) vor einer erhöhten Gefahr islamistischer Attentate im Umfeld des Turniers.

Möglicherweise, so soll es aus einem BKA-Papier hervor gehen, sind dabei auch einzelne Teams im Visier von Attentätern. „Ein erfolgreicher Anschlag auf Mannschaften von ‚Kreuzfahrernationen‘, zu denen auch Deutschland gezählt wird, hätte dabei besondere Symbolwirkung“, heißt es darin. Im besonderen Fokus von islamistischen Extremisten stehe dabei Frankreich.

Weiter sieht das BKA bei der EM „symbolträchtige und ‚weiche‘ Ziele mit einer großen medialen Aufmerksamkeit und entsprechend hohen zu erwartenden Opferzahlen“. Aus dem Dokument mit dem Titel „Gefährdungslagebild zur Uefa-Fußball-Europameisterschaft 2016“ wird weiter zitiert, dass als mögliche Täter sowohl terroristische Kleinstgruppen als auch komplett „irrational handelnde, fanatisierte Einzeltäter“ genannt werden würden.

Bereits seit einigen Monaten überschattet die Furcht vor Attentaten zunehmend auch den Fußball. So war etwa im November in Hannover kurz nach dem versuchten Anschlag auf das Stade de France in Paris ein Freundschaftsspiel der deutschen Nationalelf gegen die Niederlande wegen einer Bombendrohung abgesagt und das Stadion geräumt worden.

Ilka Janssen

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