Thomas Middelhoff muss 200 Euro zu den Haftkosten zahlen

An diesem Montag hat der frühere Top-Manager Thomas Middelhoff seinen Dienst als Hilfskraft in einer Behindertenwerkstatt in Bielefeld wieder aufgenommen.

Von seinem Gehalt müsse der 63-Jährige einen Beitrag von 200 Euro zu den Haftkosten leisten, gab die Leiterin der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Senne, Kerstin Höltkemeyer-Schwick, an. Middelhoff bezieht ein Bruttogehalt von 1785 Euro. Das übrige Geld gehe an den Insolvenzverwalter. Nachdem der ehemalige Top-Manager Privatinsolvenz anmelden musste, machen seine Gläubiger Forderungen in Millionenhöhe gegen ihn geltend.

Weiter berichtete die JVA-Leiterin müsse Middelhoff nach Arbeitsende wieder in die Haftanstalt zurückkehren. Aus gesundheitlichen Gründen sei der 63-Jährige dort allein in einem Haftraum untergebracht. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur leidet Middelhoff unter einer Autoimmunerkrankung. Mit Hinweis auf die Krankheit hatten die Anwälte des 63-Jährigen dessen Haftfähigkeit zunächst bestritten.

Nach Abschluss eines mehrtägigen Aufnahmeverfahrens hatte die Justizvollzugsanstalt jedoch entschieden, dass Thomas Middelhoff seine Haft vorerst im offenen Vollzug verbüßen darf, da es keinerlei Hinweise für Fluchtgefahr oder die Gefahr neuer Straftaten gebe. Zudem erfülle der frühere Top-Manager mit der Arbeit in einer Sozialeinrichtung auch die Voraussetzungen für eine Beschäftigung als Freigänger, erklärte die JVA-Leiterin weiter.

wegen Untreue und Steuerhinterziehung ist der 63-Jährige zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Anfang Mai hatte der ehemalige Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor zunächst die Stelle als Hilfskraft angetreten. Seit Antritt seiner Haft am 13. Mai durfte er während des Aufnahmeverfahrens die Anstalt jedoch zunächst nicht verlassen und war aus diesem Grund auch nicht bei der Arbeit.

Ilka Janssen

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