Monsanto lehnt Angebot von Bayer ab

Obwohl der US-Agrarchemiekonzern Monsanto das Übernahme-Angebot vom Chemie- und Pharmakonzern Bayer abgelehnt hat, zeigt sich das Leverkusener Unternehmen optimistisch und bekräftigt dabei noch seine Übernahmeabsichten. Bayer teilte dazu mit, dass man zu seinem Angebot stehe und «konstruktiven» Gesprächen entgegensehen würde.

Der umworbene US-Rivale Monsanto hatte das bisherige Kaufangebot von Bayer in Höhe von 55 Milliarden Euro als deutlich zu niedrig abgelehnt. Bayer hat je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar geboten – insgesamt 62 Milliarden Dollar. Das wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Das Leverkusener Unternehmen will mit der Übernahme zum weltgrößten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen.

Der Verwaltungsrat Monsantos zeigte sich trotz Ablehnung des Bayer-Angebotes offen für weitere Verhandlungen. Eine «integrierte Strategie» könne erhebliche Vorteile haben, so Monsanto-Chef Hugh Grant. Damit wird zwar grundsätzliches Interesse an Fusionsgesprächen signalisiert, jedoch das derzeitige Angebot als finanziell unzureichend angesehen. Der Verwaltungsrat habe keinen Zeitplan für weitere Gespräche mit Bayer vorgegeben. «Es ist weiterhin unser Ziel, diese für beide Seiten überzeugende Transaktion gemeinsam zum Abschluss zu bringen», hieß es vonseiten des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer.

Bayer-Chef Werner Baumann deckt sich mit Bayer-Aktien ein

Nach Bekanntwerden der Milliarden-Offerte für den US-Saatgutspezialisten Monsanto sind die Aktien des Leverkusener Chemieriesen regelrecht in den Keller gerauscht. Diese Gelegenheit hat Bayer-Chef Werner Baumann genutzt und Aktien für fast eine Million Euro erworben. Demnach kaufte der erst seit gut drei Wochen amtierende Chef von Bayer insgesamt 11.000 Bayer-Papiere.

Seit Mitte vergangener Woche war der Wert der Bayer-Aktien von über 96 Euro auf zeitweise nur noch rund 84 Euro gesunken.

Ilka Janssen

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