Klage von Familie des tödlich verunglückten Jules Bianchi

Der Rennfahrer Jules Bianchi erlag am 18. Juli 2015 im südfranzösischen Nizza den Folgen seiner Verletzungen eines schweren Unfalls im japanischen Suzuka.

Am 5. Oktober 2014 war der 25-Jährige auf regennasser Piste von der Strecke abgekommen und mit seinem Boliden unter ein Abschleppfahrzeug gerast. Der Franzose hatte sich dabei schwere Verletzungen im Gehirn zugezogen, an deren Folgen er dann im vergangenen Jahr verstarb.

Nun will dessen Familie gegen den Automobil-Weltverband Fia, Bernie Ecclestones Formel-1-Gruppe und Bianchis ehemaligen Rennstall Marussia klagen. „Der Tod von Jules Bianchi war vermeidbar“, so der Anwalt der Familie.

Nach Ansicht der Familie von Jules Bianchi habe es bei der Planung und Durchführung des Rennens in Suzuka Fehler gegeben, die jetzt endlich aufgedeckt werden müssen. „Wir wollen Gerechtigkeit für Jules und wollen die Wahrheit über die Entscheidungen wissen, die zum Tode unseres Sohnes geführt haben“, erklärte dessen Vater Philippe Bianchi. Weiter teilte er mit: „Als Familie haben wir so viele unbeantwortete Fragen und außerdem das Gefühl, dass sein Tod hätte verhindert werden können, wenn eine Serie von Fehlern nicht gemacht worden wäre.“

Der 25-jährige Bianchi war der erste Formel-1-Pilot seit Ayrton Senna, der wegen der Verletzungen aus einem Rennwochenende im Jahr 1994 starb.

Ilka Janssen

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