Heftige Unwetter in Süddeutschland mit Toten

In Baden-Württemberg und Bayern haben Gewitter, heftiger Regen und Sturm schwere Schäden angerichtet. Dabei sind vermutlich mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.

In Weißbach bei Heilbronn im Hohenlohekreis ist ein Mensch in einer Tiefgarage ertrunken. Nach Informationen des SWR werden in Schwäbisch Gmünd zwei Männer, unter ihnen ein Feuerwehrmann, vermisst. Dieser hatte geholfen, nach dem Vermissten in einer überfluteten Unterführung zu suchen. Die Unglücksstelle am Bahnhof war noch am frühen Morgen noch überschwemmt. Eine Bergung sei nach Angaben der Stadtverwaltung deswegen zu gefährlich. Die Einsatzkräfte haben kaum noch Hoffnung, die beiden Gesuchten lebend zu finden.

Nach heftigen Regenfällen im Hohenlohischen bei Heilbronn, im Kreis Schwäbisch Hall, rund um Biberach und in weiteren Regionen verwandelten sich Straßen in reißende Ströme. Dabei wurden Autos und Bäume weggeschwemmt. Viele Straßen wurden überflutet oder durch Schlamm blockiert.

Nach Mitteilung der Polizei in Ulm seien bei diesem Unwetter „immense Schäden“ entstanden. Feuerwehren und Rettungsleitstellen seien im Dauereinsatz. An einigen Stellen steht das Wasser noch 1,70 Meter hoch. Auch Fahrbahndecken seien von dem Wasser weggespült worden.

Wegen großer Hagelkörner auf der Fahrbahn, die bis zum Knöchel reichten, war die Autobahn 7 im Kreis Heidenheim zwischen Giengen und Oberkochen vier Stunden lang gesperrt. Die Autobahnmeisterei musste sogar Schneepflüge einsetzen.

Der Ort Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall wurde schwer getroffen. Nachdem der örtliche Fluss über die Ufer getreten war, sind erhebliche Schäden an Häusern entstanden. Einsturz gefährdete Häuser wurden von rund 150 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz abgesucht, um diese zu evakuieren. Der Ort ist großräumig abgesperrt.

Auch in Bayern, besonders in der Region Ansbach und Teilen des Landkreises Neustadt/Aisch, richteten Unwetter massive Schäden an. Straßen sind überflutet und, es wurden Autos mitgerissen. In Flachslanden nördlich von Ansbach sind nach Überschwemmungen einige Häuser Einsturz gefährdet. Nach vorläufigen Erkenntnissen wurden hier keine Menschen verletzt.

Ilka Janssen

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