Keine Plastiktüten mehr bei REWE

Erst vor kurzem haben sich rund 260 Händler verpflichtet, Plastiktüten nur noch kostenpflichtig abzugeben. Bei Deutschlands zweitgrößtem Lebensmittelhändler Rewe wird es nach eigenen Aussagen für Kunden in Zukunft keine Plastiktüten mehr geben. Stattdessen können die Kunden ihre Einkäufe in Kartons, Papiertüten, Stofftaschen oder stabile Mehrweg-Taschen aus Recyclingmaterial packen.

Die restlichen Plastiktüten würden bis Juli noch wie gehabt verkauft, danach aber nicht mehr verwendet. Der Rewe-Lieferdienst verzichte dann ebenfalls komplett auf Taschen aus Plastik.

Nach Angaben des Unternehmens sollen dadurch in Deutschland jährlich rund 140 Millionen Plastiktüten weniger im Müll landen. Konzernvorstand Lionel Souque erklärte, Testläufe dafür seien erfolgreich gewesen. „Die Leute haben ihr Verhalten sehr schnell geändert.“

Das Bundesumweltministerium erhofft sich damit ein Signal für die gesamte Branche. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte, der Verzicht auf Kunststoffbeutel sei ein wichtiges Signal dafür, die Nutzung von PLastik im Einzelhandel insgesamt auf den Prüfstand zu stellen.

Diese Selbstverpflichtung soll Deutschland helfen, eine EU-Richtlinie umzusetzen, welche den jährlichen Verbrauch von Kunststoff-Tragetaschen bis Ende 2025 auf höchstens 40 Tüten pro Einwohner senken soll. Jeder Einwohner Deutschlands benutzt aktuell im Jahr im Schnitt 71 Tüten. Das sind umgerechnet mehr als 5,6 Milliarden Stück. Die Einsparung durch den geplanten Verzicht beim Lebensmittelhändler Rewe liegt also etwa bei rund 2,5 Prozent.

Ilka Janssen

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