Unwetter in Niederbayern sorgt für Kastatrophenalarm

Weiterhin bedrohen Unwetter Teile von Deutschland. Nun hat es besonders Niederbayern getroffen. Im Landkreis Rottal-Inn hat eine gewaltige Flutwelle für dramatische Zustände und Katastrophenalarm gesorgt. Im Hochwasser sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Nach heftigem Dauerregen treten besonders im Südosten Bayerns Flüsse und Bäche über die Ufer. Durch Simbach im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn zieht sich eine Schneise der Verwüstung. Hier rauscht eine braune Flutwelle, die Autos, Bäume, Möbel und Kleinkram mitreißt, durch den Ort Richtung Tal. Die schmutzige Brühe sammelt sich im tiefer gelegenen Teil von Simbach. Hier unten am Abend ist immer noch alles von den Wassermassen eingeschlossen.

In anderen Gemeinden im Kreis sieht es genauso aus wie in Simbach. Häuser stehen bis in den ersten Stock unter Wasser. Hubschrauber befreien Menschen, die inmitten der Wassermassen gefangen sind.

Die Bewohner berachten verzweifelt die vielen Schäden, die die Flut angerichtet hat. In den Orten sind Geschäfte zerstört und Fensterscheiben unter dem Druck des Wassers regelrecht zerborsten. Und dort, wo Wo Wasser bereits abgeflossen ist, überzieht Schlamm die Straße.

350 Schüler mussten sich in Simbach auf eine Übernachtung in ihrer Schule einrichten. Die Zufahrtswege waren nicht passierbar. Am frühen Abend saßen auch in Triftern noch rund 50 Kinder fest. Die Schüler können am späten Abend die Gebäude doch noch stundenlangem Warten wohlbehalten verlassen. Allmählich beruhigt sich die Lage wieder.

Für die Helfer steht eine Mammutaufgabe bevor. Die Rettungskräfte sind ohnehin pausenlos im Einsatz, um Menschen aus Autos und Häusern zu retten. Rainer Kubitschek vom Landratsamt Rottal-Inn rechnet zudem mit Schäden mindestens im zweistelligen Millionenbereich.

Ilka Janssen

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