Tiefer Abstieg von Theranos-Gründerin Holmes

Elizabeth Holmes galt als eine der größten Aufsteigerinnen und vielversprechendsten Selfmade-Unternehmerinnen. Das Start-up der 32-Jährigen, Theranos, wirbt mit Bluttests, für die keine schmerzhaften Einstiche notwendig sind.

Nun ermitteln nicht nur US-Behörden wegen des Verdachts inakkurater Tests und Zweifeln am angeblichen Umsatz der Firma. „Forbes“ hat die Gründerin des Bluttest-Startups Theranos vorerst komplett abgeschrieben und ihr Vermögen auf null Dollar nach unten korrigiert.

Die Unternehmensidee von Holmes war vielversprechend: Nur ein kleiner Pieks in den Finger und wenige Tropfen Blut sollten mit der Methode der 32-Jährigen genügen, um diverse Tests durchführen zu können. Dieses soll nicht nur weniger schmerzhaft sein als traditionelle Blutentnahmen, sondern zudem auch viel günstiger. Angeblich liefert es darüber hinaus auch schnellere Ergebnisse.

Doch plötzlich traf eine Serie von Enthüllungsberichten das Unternehmen hart. An der Technologie wurden erhebliche Zweifel angemeldet. Zudem befasst sich inzwischen auch eine Abteilung der amerikanischen Gesundheitsbehörde CMS mit dem Fall. Theranos ist darüber hinaus auch noch im Visier der amerikanischen Börsenaufsicht SEC sowie von Ermittlern in Kalifornien. Hier geht es um möglichen Investorenbetrug. Darüber hinaus muss Theranos auch Sammelklagen von Patienten fürchten.

Und „Forbes“ korrigierte das Vermögen von Holmes auf Null, weil dieses einzig und allein auf deren 50-prozentiger Beteiligung an Theranos beruhe. Dieser Anteil sei nun jedoch im Zuge von Ermittlungen der US-Behörden wegen des Verdachts inakkurater Tests und Zweifeln am angeblichen Umsatz der Firma nichts mehr wert.

Ilka Janssen

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