Tote und Verletzte bei Anschlag in Istanbul

Bei Bombenanschlag auf ein Polizeifahrzeug im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul sind mindestens 11 Menschen, darunter sieben Polizisten, getötet und weitere 36 Menschen verletzt worden. Nach Angaben des Gouverneurs der Stadt Vasip Sahin in einer ersten Stellungnahme, gibt es fünf Schwerverletzte.

Die ferngezündete Bombe ist gegen 7.40 Uhr, als ein Fahrzeug mit Bereitschaftspolizisten vorbeifuhr, explodiert. Die Bombe war gegenüber einem bei Touristen beliebten Hotel in der Nähe der U-Bahnstation Vezeciler in der Nähe der Touristenattraktionen im Stadtteil Beyazit platziert. Von dieser U-Bahnstation aus sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Altstadt wie der Große Basar oder die weltberühmte Blaue Moschee schnell zu erreichen.

Zahlreiche Rettungskräfte und Feuerwehrwagen waren im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen. Neben dem zertrümmerten Polizeifahrzeug wurden ebenfalls parkende Autos beschädigt. Durch die Wucht der Explosion gingen Schaufenster zu Bruch. Medienberichten zufolge sollen auch Schüsse zu hören gewesen sein.

Die türkische Regierung richtete einen Krisenstab in Ankara ein. Bis auf Weiteres sei der Metrobus-Verkehr eingestellt worden. Ein Gericht hat eine eingeschränkte Nachrichtensperre über den Autobombenanschlag in der türkischen Metropole erlassen. Nachrichtensperren sind nach schweren Anschlägen in der Türkei allerdings nicht unüblich.

Das Auswärtige Amt hat Reisenden in die türkische Metropole zu erhöhter Vorsicht geraten. Dieses gelte vor allem für öffentliche Plätze, für touristische Attraktionen und allgemein für Menschenansammlungen, geht es aus dem Reisehinweis hervor. Bei Reisen nach Ankara und in andere türkische Großstädte mahnt das Auswärtige Amt demnach ebenfalls zu besonderer Vorsicht.

Ilka Janssen

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