Krankenkassen mit dickem Plus

Nach einem Minus von 1,14 Milliarden Euro im vergangenen Jahr hatten viele Krankenkassen in diesem Jahr ihre Beitragssätze erhöht. Aus einem Vorabbericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“geht hervor, dass die 118 Krankenkassen zum Ende des ersten Quartals einen Überschuss von knapp 400 Millionen ausweisen.

Im ersten Quartal 2015 war noch ein Defizit von 169 Millionen Euro verbucht worden. Weil die Überweisungen des Gesundheitsfonds nicht ausreichten, hatten die Kassen im Gesamtjahr 2015 demnach sogar 1,1 Milliarden Euro aus den Rücklagen entnehmen müssen.

Mittlerweile seien nur noch einzelne kleinere Kassen im Minus. Unter Berufung auf die BKK Mobil Oil und die BKK Braun Gillette berichtet die „FAZ“ weiter, die Kassen hätten nochmals ihre Zusatzbeiträge erhöhen müssen.

Weiter heißt es in der „FAZ“, dass die Ersatzkassen, bei denen die meisten Leute versichert sind, im ersten Quartal einen Überschuss von 206 Millionen Euro erzielt hätten. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) verbuchen einen Überschuss in Höhe von 72 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen in Höhe von 38 Millionen Euro und die Innungskassen in Höhe von 33 Millionen Euro. Die Knappschaft beziffert zudem ihren Überschuss auf 55 Millionen Euro.

Der Kassenbeitrag setzt sich zusammen aus dem paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanzierten Beitrag von 14,6 Prozent, der gesetzlich festgeschrieben ist sowie aus Zusatzbeiträgen der Kassen, die jedoch von den Versicherten allein aufzubringen sind. Seit den Erhöhungen vom Jahreswechsel liegen diese durchschnittlich bei 1,1 Prozent. Der Gesamtbeitrag beträgt somit 15,7 Prozent.

Ilka Janssen

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