Taliban-Anschlag auf Nato-Hauptquartier in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich nur fünf Tage vor der Präsidentenwahl ein Selbstmordattentäter vor dem Nato-Hauptquartier in die Luft gesprengt. Nach Angaben des Innenministeriums in Afghanistan kamen dabei neben dem Attentäter, drei weitere Menschen ums Leben, etwa 91 Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Ein Sprecher der radikal-islamischen Taliban übernahm die Verantwortung für den Anschlag und erklärte, dass das eigentliche Ziel des Anschlags die US-Botschaft gewesen sei, doch gelang es dem Attentäter nicht, noch weiter in die Hochsicherheitszone der Stadt vorzudringen. Nach Angaben des Sprechers seien bei dem Bombenanschlag mehrere ausländische Soldaten getötet worden. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür derzeit nicht, doch sagte ein Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, dass zu befürchten sei, dass die Opferzahl noch steigen wird.

Der Attentäter sprengte sich mit seinem Auto in dem Diplomatenviertel in die Luft. Wie es ihm gelang, in das schwer bewachte Viertel zu gelangen, ist derzeit noch unklar.

In den vergangenen Tagen hatte die Taliban ihre Drohungen massiv erweitert, um die Präsidentenwahl zu verhindern. So drohten sie unter anderem jedem Wähler mit dem Tod oder den Finger, der nach der Abgabe der Stimme mit einer wasserfesten Tinte markiert ist, abzuschneiden.

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