Mindestens vier Tote bei Badeunfällen am Wochenende

Am vergangenen Wochenende sind bei Badeunfällen im gesamten Bundesgebiet mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere werden derzeit noch vermisst, sodass von sechs Toten ausgegangen werden muss.

In einem Baggersee in Kaltenkirchen (Schleswig-Holstein), in dem das Baden durch deutliche Hinweisschilder verboten ist, kam ein 25-jähriger Erntehelfer aus Polen ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, wollte er am Samstag gemeinsam mit Freunden zu einer etwa 30 Meter entfernten Insel schwimmen, doch kurz vor dem Ziel haben ihn anscheinend die Kräfte verlassen und er ging unter. Erst nach über einer Stunde fanden Rettungstaucher den Mann, ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

In Neustadt an der Donau (Bayern) wurde am Sonntag ein Mann (36) tot von Tauchern aus dem Bruckberger Weiher (Landkreis Kelheim) geborgen. Am Abend zuvor sei der Mann schwimmen gegangen, hieß es von Seiten der Polizei, die von einem Unfall ausgeht. Ebenfalls in Bayern ertrank ein 43-Jähriger in der Donau. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann mit einer 30-köpfige Gruppe am Samstag auf einer Bootstour unterwegs. Am Abend gab es in Vohburg eine gemeinsamen Feier und anschließend wurde der Mann seit den frühen Morgenstunden vermisst. Am Morgen konnten die eingesetzten Rettungskräfte den Mann nur noch tot aus dem Wasser bergen.

Bei Mainz, genauer gesagt in Ingelheim, ertrank am Samstag eine 25-jährige Frau beim baden im Rhein. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, drei Kindern und ihrer Schwester war die Gruppe in einem Seitenarm des Rheins schwimmen. Dort gerieten sie in eine Unterströmung. Während sich die Gruppe retten konnte, ertrank die Frau. Ihre Leiche wurde erst am Sonntagmorgen gefunden.

Eine Frau aus Berlin und eine Frau aus Düsseldorf werden bisher noch vermisst, es muss aber mit dem Schlimmsten gerechnet werden. So wurde eine ältere Frau am Sonntag beobachtet, wie sie beim Schwimmen im Rhein bei Düsseldorf abtrieb und unterging. Die Suchaktion blieb bisher ohne Erfolg. Ebenfalls ohne Erfolg blieb bisher die Suche nach einer Frau, die Berliner Stadtteil Gatow an einer Badestelle von mehreren Zeugen gesehen worden ist, wie sie etwa 50 Meter vom Ufer entfernt unterging. In beiden Fällen sind Vermisstenanzeigen bei der Polizei eingegangen.

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