Nach Amoklauf in Schwalmtal: Polizei identifiziert Opfer

Wie Kriminaldirektor Jürgen Schneider soeben der Presse in Düsseldorf mitteilte, handele es sich beiden Opfern nach dem Amoklauf in Schwalmtal um zwei Anwälte im Alter von 38 und 70 Jahren und einen 48-jährigen Gutachter des Kreises Viersen. Die Personen waren aufgrund einer Zwangsversteigerungssache am späteren Tatort. Zudem wurde ein 40 Jahre alter Gutachter verletzt, sei aber außer Lebensgefahr, hieß es.

Bei dem Täter handelt es sich um einen 70 Jahre alten polizeibekannten Rentner, der nach eigenen Angaben die Tatwaffe von seinem Vater geerbt habe und seit Jahren in unerlaubten Besitz der Waffe sei. Nach der Vernehmung wurde der Amokläufer in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert, da er unter einer Zuckerkrankheit leidet. Allerdings sei er ohne Weiteres haftfähig.

Weiterhin teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft vor wenigen Minuten in Düsseldorf mit, dass der Mann die beteiligten Anwälte und Gutachter „bestrafen“ wollte, weil er, wie er sagte, „genervt“ war, weil die Gutachter ohne für ihn ersichtlichen Grund das Räumungsverfahren in die Länge gezogen hätten.

Zunächst habe der Täter sieben Schüsse in seiner Waffe gehabt, diese anschließend nachgeladen und abermals auf die Opfer geschossen, „um sicher zu gehen, dass alle Beteiligten getötet werden.“ Nach Polizeiangaben musste sich der 70-Jährige bereits 2006 wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Er soll zwei Menschen mit einem Baseballschläger geschlagen haben. Seinerzeit wurde das Verfahren aber eingestellt, weil man ihn aufgrund seines gesundheitlichen Zustands für schuldunfähig erklärte.

Frank