Zachert regt Kronzeugenregelung für Verena Becker an

Nach Ansicht des ehemaligen Präsidenten des Bundeskriminalamtes Hans-Ludwig Zachert, soll im Fall der inhaftierten ehemaligen Terroristin Verena Becker „die Kronzeugen-Regelung angewendet werden.“

Wenn es möglich wäre, das Schweigen von Becker durch einen Straf-Rabatt zu brechen, würde sie zur Aufklärung zahlreicher RAF-Verbrechen beitragen, erklärte Zachert (1990-96 BKA-Präsident) dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Laut der Bundesanwaltschaft soll Becker unter anderem an der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback sowie seiner zwei Begleiter im April 1977 beteiligt gewesen sein. Der Verdacht erhärtete sich erst 32 Jahre später aufgrund einer genetischen Untersuchung eines Bekennerschreibens.

Der insbesondere von Siegfried Bubacks Sohn Michael verbreitete Verdacht, die Justiz habe Becker über Jahrzehnte vor Strafverfolgung geschützt, hält Zachert für „abwegig“ und für geradezu „krankhaft„.

Laut „Focus“ konnte der Haftbefehl durchgesetzt werden, weil Fahnder bei einer vor 14 Tagen durchgeführten Razzia in Beckers Wohnung belastende handschriftliche Aufzeichnungen aus neuerer Zeit fanden.

Frank

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