Danzig: Politiker gedenken des Beginns des Zweiten Weltkrieges

Am heutigen Dienstag (01.09.2009) gedenken in Danzig Politiker unter anderem aus Deutschland, Polen, Frankreich und Russland zusammen den Beginn des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren.

Bis zum Ende des Krieges 1945 ließen etwa 60 Millionen Menschen ihr Leben. Insgesamt werden zur Gedenkfeier heute Nachmittag Staatsgäste aus 20 Ländern erwartet. So nehmen unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Regierungschef François Fillon, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin, der amerikanische Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, James Jones, sowie der polnische Ministerpräsident Donald Tusk an der Gedenkfeier teil.

Bereits um 4.45 Uhr in der Früh hatten Mitglieder der polnischen Regierung, Diplomaten und Kriegsveteranen auf der Westerplatte den siebentägigen Kampf zwischen 180 Polen und 3.500 deutschen Soldaten gedacht. Ohne „aufrichtiges Gedenken“ kann die Welt nicht in Sicherheit leben, mahnte Polens Ministerpräsident Tusk.

Polens Präsident Lech Kaczynski würdigte die Soldaten, die gegen die Deutschen und die Sowjetunion kämpften. Gleichzeitig beschuldigte er im Bezug auf den Hitler-Stalin-Pakt die Sowjetunion der Aggression gegen sein Land vor 70 Jahren. In den damals geschlossenen Pakt hatten sich beide Seiten auf eine gewaltsame Aufteilung Osteuropas geeinigt. Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hatte schon vor den Feierlichkeiten den Pakt als „unmoralisch“ bezeichnet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte zu Beginn der Gedenkfeiern, Deutschland habe mit dem Zweiten Weltkrieg „unendliches Leid“ über die Welt gebracht. Sie fügte hinzu, dass die Vertreibung der zwölf Millionen Menschen aus den Gebieten des ehemaligen Deutschlands und heutigen Polens jedoch nicht verschwiegen werden sollte. (dts)

Frank

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