Arcandor-Boss Eick tritt zurück und kassiert

Am heutigen Dienstag (01.09.2009) ist Karl-Gerhard Eick als Vorstands-Boss des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor gleichzeitig mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Konzerns zurückgetreten.

Eick bekleidete erst seit März’09 das Amt, konnte jedoch keinen Investor für den schwer angeschlagenen Konzern finden. Nun muss sich Eick wegen der ausstehenden Gehaltsansprüche von bis zu 15 Millionen Euro heftige Vorwürfe gefallen lassen. So teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit, dass sie „absolut kein Verständnis“ für die Ansprüche habe. Mönig-Raane, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, sprach in Verbindung mit den Gehaltszahlungen sogar von einem „Würgereiz„. Eick „verstehe den Ärger“ und wolle nun etwa ein Drittel des Geldes den Mitarbeitern des Konzerns spenden.

Kurz nachdem das Essener Amtsgericht am Nachmittag das Insolvenzverfahren eröffnete, schlossen sich ein Großteil der Vorstandsmitglieder Eick an und traten zurück. Neben dem Vorstandsvorsitzenden beenden Finanzvorstand Rüdiger Günther, Zentraleinkaufsvorstand Arnold Mattschull, Stefan Herzberg, Vorstand mit Zuständigkeit für die Warenhäuser, Zvezdana Seeger, Vorstand für Restrukturierung und IT, sowie Touristikvorstand Manny Fontenla-Novoa ihre Tätigkeit für das Unternehmen.

Frank

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